*|Blog: Stadtteilschreiber Hesselnberg-Südstadt

Stadtteilschreiber für Hesselnberg und Südstadt

Seit März 2019 berichtet der Autor und Journalist Jörg Degenkolb-Degerli im „börsen"-Blog aus den Quartieren Hesselnberg und Südstadt. Ihm zur Seite steht seit Ende 2020 die Journalistin Nicole Bolz, die sich mit ihrem ganz eigenen Blick nach dem Leben in der Südstadt und am Hesselnberg umschaut.

Hier stehen alle Blogbeiträge der Stadatteilschreiberei. Weiter unten findet ihr nähere Infios zum Stadtteil-Projekt und zu den Stadtteilschreiber:innen.

aktuelles

Ihr würdet gerne selbst einen Text schreiben, traut es euch aber nicht so recht zu? Dafür gibt's jetzt die Schreibwerkstatt: Im Juni/Juli, August und November 2021 finden in der börse - oder coronabedingt notfalls online - drei Schreibworkshops statt. Näheres dazu im Blogbeitrag "Meine und deine Quartiersgeschichten" vom 20.05.2021.

*|WENN ICH DIE WAHL HÄTTE …

Plakat-Aktion vom Hospizdienst Die Pusteblume (Diakonische Altenhilfe Wuppertal gGmbH) zum Thema Sterben

[ 18 | 10 | 2021 ]

*|BLAUER HIMMEL UND GUTE LAUNE

Am 04. September war es soweit: Der ehemalige Parkplatz der börse, der vor Kurzem in einen "Kulturparkplatz" mit Biergarten, Bühne und Gastronomie umgewandelt wurde, bildete die Kulisse für die langersehnte, coronabedingt immer wieder verschobene zweite Ausgabe des Nachbarschaftsfestes der börse und der DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt.

[ 13 | 09 | 2021 ]

*|VON GARTEN-GEDANKEN UND BÜHNEN IM GRÜNEN

Das kennen wohl die meisten: Beschäftigt man sich neu mit einer bestimmten Thematik, begegnet diese einem plötzlich an jeder Ecke. Der vegane Döner zum Beispiel; einmal gegessen, lernt man auch schon zahlreich Menschen kennen, die ihn ebenfalls mal probiert haben. Oder man stolpert neuerdings über Vegane-Döner-Werbung, die man vorher nie wahrgenommen hatte.

[ 19 | 07 | 2021 ]

*|Senkgarten, Kleingärten, Arboretum und Permakultur: Die Quartiersgartenschau (QUGA) macht Station in der Südstadt

In Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2031 richtet die QUGA ihren Blick jedes Jahr in ein anderes Quartier in Wuppertal. In diesem Jahr steht der Info-Bauwagen am Uellenbergplatz in der oberen Südstadt. Da gibt es viel zu entdecken.

[ 05 | 07 | 2021 ]

*|Dornröschen aus der Südstadt wird wach geküsst

Die Lage: top. Der Anblick: traurig. Die Zukunft: rosig. Die Grünanlage gegenüber der Historischen Stadthalle lädt momentan nicht unbedingt zum Verweilen ein, soll aber bis Ende des Jahres eine kleine Schönheitskur erhalten. Das hat die Bezirksvertretung Elberfeld beschlossen.

[ 07 | 06 | 2021 ]

*|DER BERG RIEF - JETZT KOMMEN SIE ALLE

Also, ich habe doch nicht nur geträumt, das Geheimnis ist gelüftet (siehe Beitrag vom 12.4.21). Die Baustelle kommt nicht nur, sie ist schon da. Am östlichen Ende des Hesselnbergs beginnen jetzt die angekündigten Bauarbeiten zur Verlegung von neuen Kanal- und Versorgungsleitungen. Anwohner und Anlieger müssen für einen Zeitraum von 20 Monaten mit Einschränkungen rechnen.

[ 25 | 05 | 2021 ]

*|Meine und deine Quartiersgeschichten

Am 26. Juni 2021 findet der erste von drei Workshops der Schreibwerkstatt in der börse oder coronalbedingt notfalls online statt. Mit fachkunidger Unterstützung der Autor:innen Christiane Gibiec und Jörg Degenkolb-Degerli entstehen Berichte und Erzählungen über das Leben am Hesselnberg und in der Südstadt - wie es ist oder wie es sein könnte.

[ 20 | 05 | 2021 ]

*|Bunt statt Beton: So soll aus einer BAUSÜNDE ein Hingucker werden

Tief im Westen der Südstadt ist die Welt eine graue. Viel Asphalt, viel Beton, wenig Grün. Doch seit geraumer Zeit engagiert sich eine kleine Gruppe Ehrenamtler dafür, das wenig ansehnliche Konstrukt „Steinbecker Tor“ zu einem echten Hingucker zu machen. Die Idee kommt von dem Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold und soll durch Spenden finanziert werden. Grund genug, sich dort einmal umzusehen.

[ 17 | 05 | 2021 ]

*|WIE EIN PFARRER DIE LEIDENSCHAFT FÜR FOTOGRAFIE IN DIE SÜDSTADT BRACHTE

New York, die Bretagne, die ehemaligen Beelitzer Heilstätten, aber auch das Ruhrgebiet, die Eifel und das Münsterland – die Mitglieder des Fotoforums Wuppertal sind für gewöhnlich gern auf Tour, um ihre Fotos zu schießen. Ihren Sitz haben sie jedoch seit 23 Jahren in der Elberfelder Südstadt und im Turm der Christuskirche ihre eigene „Galerie im Turm".

[ 26 | 04 | 2021 ]

*|DER HESSELNBERG UND DAS GEHEIMNIS DER VERSCHOLLENEN GROSSBAUSTELLE

Anwohner und auch Anlieger sind betroffen, wenn die Straße Hesselnberg voraussichtlich anderthalb Jahre lang kernsaniert wird. Es wird laut und dreckig, und es wird umgeleitet. Die gute Nachricht: Das Ganze passiert in drei Bauabschnitten. Wer nicht direkt in Abschnitt 1 lebt oder arbeitet, hat länger Zeit, sich mit der Situation zu arrangieren. Zum Beispiel der Skulpturenpark - wahrscheinlich.

[ 12 | 04 | 2021 ]

*| Honorartätigkeit als „Stadtteilschreiber:in" im Projekt der börse Wuppertal GmbH im Jahr 2021

Die in 2021 geplanten Projekte einer „beteiligungsorientierten Bildungsarbeit" der börse für die Stadtquartiere Hesselnberg und Südstadt, sollen mit einer regelmäßigen Berichterstattung aus den Quartieren begleitet werden. Wir wollen damit dem Ziel einer Aktivierung und Beteiligung schwer erreichbarer Bevölkerungsgruppen näherkommen, wie z.B. Bewohner:innen mit Migrationshintergrund, mit Mobilitätseinschränkungen, Alleinerziehende etc.

[ 26 | 03 | 2021 ]

*|KURS SÜD-SÜDWEST - EIN UMZUG WEG VOM STRASSENLÄRM

„Wenn Bonbons vom Himmel fallen, bleib, wo du bist" - in Anführungszeichen könnte der Satz glatt als Zitat irgendeines weisen Menschen durchgehen. Er ist aber nur von mir, inspiriert von einem wunderbaren Bild, das ich seit einem Gespräch mit Anna Ratuschny im Kopf habe.

[ 05 | 03 | 2021 ]

*|AUSGEBREMST! - WENN NUR NOCH BAUFAHRZEUGE ROLLEN

Etwa ein Jahr ist es her, dass mir eine langjährige Hesselnberg-Anwohnerin kopfschüttelnd berichtete, dass die Elterntaxis an der Grundschule morgens und mittags für Stau, Lärm und Gestank sorgen. Eine Nachricht, die genau so aus etlichen anderen Stadtteilen kommen könnte. Allerdings muss ich daran denken, als ich jetzt davon erfahre, dass der Straße Hesselnberg eine anderthalbjährige Sanierung bevorsteht. Mit alles.

[ 05 | 02 | 2021 ]

*|LICHT, WÄRME, MENSCHLICHKEIT - WIE MAN VOR DER HAUSTÜR DEM SHUTDOWN TROTZT

„Leben ist das was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen." (John Lennon) Kürzlich fühlte ich mich spontan an dieses Zitat erinnert. Einmal mehr darüber nachdenkend, wie man die Stadtteilbewohner besser erreichen und vielleicht an einen Tisch kriegen kann, erfuhr ich nämlich von nachbarschaftlicher Quartiersarbeit jenseits der Türme.

[ 29 | 01 | 2021 ]

*|VON BRUNNEN, DENKMÄLERN UND EINEM LANG ERSEHNTEN AUFZUG

Seit 1907 engagiert sich der Bürgerverein Elberfelder Südstadt für das Quartier.

[ 22 | 01 | 2021 ]

*|WOLF CHRISTIAN VON WEDEL PARLOW - EIN SCHREIBER IM STADTTEIL

Wann ist man eigentlich Schriftsteller? Laut Definition sind Schriftsteller Verfasser literarischer Texte und zählen damit zu den Autoren. Wann ist man eigentlich Autor? Laut Definition dann, wenn man auch, aber nicht nur literarische Texte verfasst, sondern z. B. auch Sachbücher wissenschaftlicher Prägung. Damit ist sonnenklar: Der am Hesselnberg lebende Wolf Christian von Wedel Parlow ist Autor.

[ 15 | 01 | 2021 ]

*|VON ENGELN, TRÄNEN UND VISIONEN

Wie die Aktion "Ein Licht für dich!" Generationen verbindet und ein bisschen Wärme schenkt.

[ 11 | 12 | 2020 ]

*|KINDHEIT, ARBEIT, LEBEN: WIE DIE SÜDSTADT GEBRIELE MAHNERT GEPRÄGT HAT - UND UMGEKEHRT

Sie lebt zwar seit ein paar Jahren am Arrenberg, dennoch ist Gabriele Mahnert eine echte Kennerin des Quartiers: aufgewachsen in der oberen Südstadt, Schulzeit an der Distelbeck und im Schulzentrum Süd und schließlich nach ein paar Jahren die Rückkehr in die Augustastraße. Und so ganz nebenbei leitete die Sozialpädagogin mehr als zehn Jahre das Jugendzentrum der Diakonie in der Hopfenstraße. Wenn sie heute auf ihr ehemaliges Viertel schaut, stimmt sie das traurig. „Inzwischen sind viele der früheren Strukturen kaputt gegangen."

[ 04 | 12 | 2020 ]

*|IM WESTEN DOCH WAS NEUES

Nun neigt sich auch die 2. Staffel Stadtteilschreiberei dem Ende. In diesem überaus seltsamen Jahr 2020 bleibt festzuhalten: Nach viel Hin und Her erscheint in Kürze tatsächlich das Buch „Stadtteilgeschichten" mit den Beiträgen aus dem Jahr 2019. Als noch rundere Sache zeigt sich die persönliche Stadtteilgeschichte der Künstlerin Eilike Schlenkhoff.

[ 27 | 11 | 2020 ]

*|DAS C FÜR CHRISTLICH UND CORONA

Als nach dem ersten Shutdown im Frühjahr die Lockerungen lockten, habe ich den CVJM in der Wicküler City besucht und mich mit Kristin Mombächer unterhalten. Die Leiterin des Bereichs Offene Kinder- und Jugendarbeit erzählte von der besonderen Situation am Hesselnberg.

[ 20 | 11 | 2020 ]

*|FÖHN; FISCHKONSERVEN UND FELGENBAUM: WIE EIN KLEINER KIOSK GEGEN DIE ANONYMITÄT IN DER SÜDSTADT ANKÄMPFT

Es ist eine mindestens ungewöhnliche, wenn nicht gar kuriose Mischung an Artikeln, die Gabi Schäfer in ihrem Lädchen in der Südstadt anbietet. Und er ist genau das, woran es in vielen Quartieren mangelt: ein Ort der Begegnung.

[ 13 | 11 | 2020 ]

*|"DAS VIERTEL HAT WAHNSINNIG VIEL POTENTIAL"

Gerade mal zwei Kilometer liegen zwischen ihrem Wohn- und Arbeitsort – doch gefühlt eine ganze Welt. Grenzgängerin zwischen diesen Welten ist Selly Wane, die viele Wuppertaler aus ihrem Swane Café im Luisenviertel und von ihrem vielseitigen Engagement kennen. Privat mag sie es ruhiger und schätzt ihr Wohnquartier in der Elberfelder Südstadt. Ein Loblied.

[ 06 | 11 | 2020 ]

*|GEMEINSAM STATT EINSAM!

Neulich bei meiner Erkundungstour durch die Südstadt: Zwischen sich gleichenden Häuserfassaden entlang der Mainzer Straße bleibt mein Blick plötzlich an einem Schaufenster hängen. „Hilfeladen“ steht dort auf einem Schild und „Entlastung für Haushalt und Seele“. Daneben lehnt ein hobbitartiger Nikolaus neben einer Gitarre. Was für eine Mischung! Ich bleibe eine Weile stehen, lese über die verschiedenen Angebote: Gitarrenunterricht und Lebenshilfe, Demenzbegleitung und Fortbildung. Na klar, hier will ich unbedingt mehr erfahren.

[ 30 | 10 | 2020 ]

*|UNTERWEGS FÜR MEHR LEBENSQUALITÄT UND MITEINANDER

Einsam und unsichtbar. So lebt ein gar nicht mal so kleiner Teil der Menschen – manchmal auch in unserer Nachbarschaft gleich nebenan. Ihnen zu helfen, das ist eine der Aufgaben des Stadtteil-Service. Sieben gibt es in Wuppertal insgesamt, angeboten von verschiedenen Trägern. Einer von ihnen (Barmen - Ronsdorf) liegt nicht weit von der börse, direkt am Hesselnberg im Wichernhaus. Und deren Mitarbeiter hat man ganz bestimmt schon im Viertel herumlaufen sehen. Schließlich sind sie dank ihrer einheitlichen Kleidung mit dem Logo des „Stadtteil-Service“ unschwer zu erkennen.

[ 23 | 10 | 2020 ]

*|AB IN DEN SÜDEN!

Ferienzeit – Reisezeit. Und im Herbst zieht es mich in den Süden. Corona-bedingt allerdings nur aus der Nord- in die Südstadt. Doch wer genau hinsieht, entdeckt auch hier ein wenig südländisches Flair und Dolce Vita.

[ 15 | 10 | 2020 ]

*|WEITER GEHT'S, GEWÜRM! UND ZWAR ACHTKANTIG!

Sonne hin oder her - man muss auch mal den Grill ausglühen lassen und wieder raus aus der Sommerpause. Den Bart stutzen. Ein Computer-Update machen. Den vorderen Ausgang am Haus nehmen.

[ 22 | 09 | 2020 ]

*|TABUTHEMA TOD UND TRAUER - HOSPIZDIENST IM QUARTIER

Teufelskerl, Ehrenmann, Abenteurer - ich bin anerkennende Worte durchaus gewohnt. Aber jetzt bin ich auch noch als ernstzunehmender Grenzgänger unterwegs. Ich habe sie nämlich überschritten, die Grenze zwischen Südstadt und ... dem Quartier Grifflenberg. Über eine grüne Ampel!

[ 12 | 06 | 2020 ]

*|Lock-lock-lockern an der Eingangstür - Willkommen in der kleinen Normalität!

Doch doch, es tut sich was. Nach gefühlt einer halben Ewigkeit geht gerade sogar alles ganz schön schnell. Forsch, wie die Kanzlerin mal sagte, bevor sie dann ordentlich zurückgerudert ist. Und letzte Nacht im Traum habe ich dann auch schon so eine Stimme gehört, die sagte: Die kleine Normalität möchte jetzt aus der Quarantäne abgeholt werden.

[ 15 | 05 | 2020 ]

*|WÜRDELOS 2020 - EIN PAAR GEDANKEN IN STILLEM GEDENKEN

Es ist Freitag, es ist früh, es ist der 8. Mai. Und es ist natürlich still. Trotz Lockerungen herrscht immer noch der Quasi-Stillstand und das Homeoffice hält die Berufstätigen am Küchentisch fest. Am Fuße der Kieselstraße hat man einen fantastischen Blick auf und über Elberfeld hinaus. Ich habe an der börse geparkt und habe mich dann auf den Weg in die Südstadt gemacht, die sich in nördlicher Richtung eben mit der Kieselstraße Richtung Tal neigt.

[ 08 | 05 | 2020 ]

*|1. Mai, April vorbei - Die sehr stille Revolution südlich der Wupper

Die vermeintliche Menschentraube vor den CityArkaden wirkt mit ihren vielen Lücken auf mich, als hinge sie an einer bei der Weinlese vergessenen Rebe. Dieses Bild ist so traurig - ich habe gar nicht genug Wein im Regal, um mir das schöntrinken zu können. Kundgebung in Zeiten von Corona.

[ 01 | 05 | 2020 ]

*|UND TÄGLICH GRÜSST DER STADTTEILSCHREIBER

Wegen der Kontaktsperre streamt „die börse" ja derzeit freitags ein üppiges Programm über die Online-Plattform STEW.ONE. Ich bin da nachmittags auch zu hören. Und als ich heute morgen so durch die Straßen gelaufen bin, da hatte ich wieder mal einen meiner berüchtigten Geistesblitze. Sollen wir nicht einfach immer weitersenden? Krise hin oder her? Einfach nach dem Motto: Wenn DAS hier alles vorbei ist, gehen wir erstmal so richtig auf Sendung!?

[ 24 | 04 | 2020 ]

*|EINE KONTAKTSPERRE IST AUCH NUR EINE DORNIGE VERKEHRSWENDE

Es ist so wunderbar! Ein kleines Stück Normalität in greifbarer Nähe. Wir können bald endlich wieder mehr konsumieren! Ich freu mich wie Bolle während ich durch die Südstadtstraßen schlender'. Jau, denk' ich, Läden mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche dürfen wieder öffnen. Hier, links, keiner. Da vorne: auch nicht. Vielleicht da um die Ecke? Nein. Stimmt, ich bin ja in der Südstadt.

[ 17 | 04 | 2020 ]

*|AUF DER SUCHE NACH DEM VERLORENEN ZEITGEFÜHL

Vier Kilo hab ich nun schon zugenommen. Corona wird langsam zur ernstzunehmenden Gefahr. Erst gestern Abend noch hat ein Virologenspezialexperte gesagt, die häufigste Nebenwirkung der Krise sei die gemeine Corona-Plauze. Und: Es gibt noch eine weitere Nebenwirkung! In Anlehnung an den berühmten Ausruf „Ich kann meine Beine nicht mehr spüren" heißt es nämlich nun immer häufiger: „Ich kann die Wochentage nicht mehr erkennen!"

[ 10 | 04 | 2020 ]

*|TIERISCHER INSTINKT - DER STADTTEILSCHREIBER MARKIERT SEIN REVIER

Ich war lange nicht in meinen Quartieren. Und sie fehlen mir. Deshalb habe ich gestern Abend schon meinen schönsten Schutzanzug aufgebügelt und die Maske mit den kleinen Totenköpfen rausgelegt, um diesen Moment angemessen zu würdigen. Denn: In der Corona-Krise geht es auch um Würde - und würdevolles Verhalten und Auftreten. Also im Grunde um das Gegenteil von dem Gebaren auf Facebook.

[ 06 | 04 | 2020 ]

*|UNTER MÜTZEN - GESCHICHTEN FÜR BÜHNE UND BUCH

Nun ist es vollbracht, Teil I. Der erste Erzählsalon ist über die Bühne gegangen. Gut zweieinhalb Stunden saß ich mit meinen Gästen unter einer großen Anzahl Weihnachtsmannmützen, die derzeit den Roten Salon in der „börse" dominieren. Weihnachtsgeschenk waren wir.

[ 13 | 12 | 2019 ]

*|HINTER GITTERN - MIKROKOSMOS METZGEREI

Der Mensch ist, was er isst. Ich bin heute eine Gemüselasagne. Nicht irgendeine Gemüselasagne, sondern eine, die es in der letzten Metzgerei in der Südstadt gibt. Gemüselasagne, vegetarisch, Metzgerei - was ist hier los? Das Schlemmereck ist los. Ich finde, klein geschrieben wäre das auch ein schönes Adjektiv. Ich fühl mich heute irgendwie so ... schlemmereck.

[ 06 | 12 | 2019 ]

*|ZEIT FÜR (SUPER)HELDEN - ENGELS IM FEINEN STÖFFCHEN

Es ist der Tag des 199. Geburtstags von Friedrich Engels. Wuppertal bereitet sich vor, ein Jahr lang den berühmten Sohn der Stadt (Barmen) zu feiern. Ihm auf die Finger zu gucken. Zu hinterfragen. Mit ihm zu spielen. Ich bin gedanklich mit dem überaus üppigen Programm der „börse" zu ebendiesem Engelsjahr beschäftigt, während ich die Wicküler City betrete - eine Stadt in der Stadt (Wuppertal), die ihren eigenen Rhythmus hat und keinen Weihnachtsmarkt.

[ 29 | 11 | 2019 ]

*|MARKTFORSCHUNG, VON OBEN GESEHEN.

Am Anfang war der Blick von außen. Dann hab ich Orte aufgesucht und Menschen getroffen. Mit einem Friedhofsbesuch gab es sogar quasi die Sicht von unten. Was fehlt? Richtig, die Vogelperspektive! Die Draufsicht auf die Südstadt und den Hesselnberg. Gibt's bei Google Maps, schon klar. Aber auch als beeindruckendes Foto, für das der Fotograf Max Höllwarth im Auftrag der „börse" eine Drohne in den Himmel geschickt hat.

[ 22 | 11 | 2019 ]

*|O CAPTAIN! MY CAPTAIN! DIE BÄCKEREI ALS ORT DER BEGEGNUNG

Obwohl es ein Vierteljahrhundert her ist, dass ich im Einzelhandel und in der Gastronomie gejobbt habe, ist der Impuls, Kundschaft zu begrüßen und zu verabschieden, nach wie vor sehr ausgeprägt. Und da ich ja keine „eigene" Kundschaft mehr habe, nehme ich eben fremde.

[ 15 | 11 | 2019 ]

*|ORTE, MENSCHEN, SENSATIONEN! (NICHT)

„Am Mittwoch nimmt eine gebürtige Französin am Forum teil. Sie lebt oberhalb der Südstadt und wäre doch ein toller Gast für unseren Erzählsalon." Ich folge dem Vorschlag der „börse"-Projektmanagerin Karin Böke und suche mal wieder das Forum Hesselnberg-Südstadt auf, das einmal im Monat in der „börse" stattfindet. Bevor ich mich mit Danielle Bouchet unterhalte, lausche ich aber erstmal den Neuigkeiten, die es vom „Aufbruch am Hesselnberg" zu hören gibt.

[ 08 | 11 | 2019 ]

*|NIX ANFASSEN IM PARK? HOW DARE YOU, TONI KROOS??

Er hatte von Anfang an nicht meine oberste Priorität für eine Berichterstattung. Zwar thront der Skulpturenpark am Kopfe des Quartiers Hesselnberg; genau das macht ihn aber eben zu einem ganz eigenen Kosmos für Kunsttouristen. Geführte Kindergruppen sind okay - Skulpturen anfassen natürlich verboten. Ich wurde kürzlich Zeuge, als eine 33-köpfige Rasselbande im Rahmen eines Ferienprojekts hier durchgeführt wurde.

[ 02 | 11 | 2019 ]

*|SCHREIBEN IST SILBER, ERZÄHLEN IST GOLD!

Mein Freund und Autorenkollege Hank Zerbolesch schreibt Romane, Hörspiele und Kurzgeschichten. Meistens über Menschen, häufig über Zustände, oft über einen Mangel. Eine der für ihn drängendsten Fragen ist, warum Menschen tun, was sie tun. - Okay. - Eine unserer drängendsten Fragen im Rahmen der Projekte DemokratieWerkstatt und Stadtteilschreiberei dreht sich um das Thema Integration. Wer ist hier und aus welchem Grund? Wie funktioniert mehr Miteinander? Wie wollen wir leben in unserem Quartier? Und ja: Warum tun Menschen, was sie tun?

[ 18 | 10 | 2019 ]

*|PROJEKTARBEIT JA, ABER NEIN - ANTRÄGE BRAUCHEN TRÄGER, DIE SIE TRAGEN.

„Integriert bin ich doch erst, wenn ich mich zugehörig fühle. Wenn ich teilnehmen darf. Mitentscheiden darf. Wenn ich mitgestalten kann. Das eine ist die Pflicht. Das andere die Kür. Und die geschieht in den Quartieren!"

[ 04 | 10 | 2019 ]

*|BAHNHOF BACKSTAGE - DIE LAUERNDE LEERE NACH DEM AUFTRITT

Am 8. Oktober nehme ich endlich mal wieder am Poetry Slam in der „börse" teil. Für alle, die noch nie auf einer Bühne gestanden haben: Man spricht ins Dunkel; wegen der Scheinwerfer sieht man bestenfalls noch die zweite Reihe. Danach geht man hinter die Bühne, in den Backstage-Bereich, mümmelt vielleicht an einem Brötchen, quatscht mit den Kollegen, fertig. Danach: Stille. Manchmal Leere. Wart ihr schon mal hinter dem Hauptbahnhof?

[ 27 | 09 | 2019 ]

*|DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER STADT - AUF DEN SPUREN VON JULES VERNE

Östliche Länge: 7° 10′ 08,24″ | Nördliche Breite: 51° 15′ 02,97" - Die Koordinaten des geographischen Mittelpunkts von Wuppertal sind bekannt. Er liegt inmitten des Quartiers Hesselnberg und niemand interessiert sich für ihn. Dabei muss man im Gegensatz zu Professor Otto Lidenbrock in „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" nicht mal in einen Vulkankrater klettern, um ihn zu finden. Nicht mal einen SUV braucht man.

[ 20 | 09 | 2019 ]

*|AKTIV, PASSIV, 6-FUSS-TIEF - VOM GUCKEN, LIEGEN UND AUFBRECHEN

„Komm! Raus aus den Federn! Wir gehen auf den Friedhof. Perspektivwechsel!" Diese Aufforderung stammt aus einem meiner satirisch-komischen Bühnentexte. Im Text versucht ein Typ namens Bernd, etwas Schwung in das Leben eines antriebslosen Freundes zu bringen. Nun meine ich mit diesem Freund nicht mich selbst, oh nein, und auch mit dem beginnenden Herbst hat das nichts zu tun, aber: Ich war auf dem Friedhof. Aus Gründen.

[ 13 | 09 | 2019 ]

*|CAKAL-RASCH UND DEGENKOLB-DEGERLI: BINATIONALE NAMEN IM GESPRÄCH ÜBER INTEGRATION

Kürzlich beim Redaktionstreffen in der „börse": Vor dem Hintergrund der Premiere von „Lange Schatten unserer Mütter" diskutieren wir das Thema Zuwanderung und Integration. Es fällt der denkwürdige Satz: „Natürlich ist die Südstadt Einwanderungsland!" Ich nehme diese Worte mit in die Sommerpause und beschließe, mal sensibel und vermehrt darauf zu achten, ob und wie mir das im Alltag bewusst wird.

[ 30 | 08 | 2019 ]

*|ZWISCHENBILANZ - Auto, Klavier, Rewe und ein Bier

Seit Ende März erkunde ich nun die Stadtteile Hesselnberg und Südstadt. Hab mir viel angeschaut, angehört und mit noch mehr Leuten gesprochen. Was immer wieder auffällt: Auf den Straßen ist recht wenig los - also auf den Bürgersteigen. Die Straßen selbst sind voll mit Autos. Man bekommt den Eindruck, dass die Menschen sich hier nur weg- und wieder zurückbewegen. Mit Bussen, der Bahn, mit Autos und Zweirädern.

[ 05 | 07 | 2019 ]

*|VIEL ENGAGEMENT UND 'NE OLLE TUFFI

Wo fängt Engagement an? Auf jeden Fall dort, wo Menschen sich bei über 30 Grad auf den Weg machen, um an einer Veranstaltung an einem noch deutlich heißeren Ort teilzunehmen. Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli staunt über die Resonanz bei den Präsentationen der Werkstätten im Rahmen von „Lebe dein Quartier!"

[ 28 | 06 | 2019 ]

*|BOULE, BOTANIK, BAUMODULE

Die private Initiative „Aufbruch am Hesselnberg“ hat zur Quartiersbegehung mit Nachbarn eingeladen, und einige haben teilgenommen. Auch Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat sich mit auf den Weg gemacht.

[ 24 | 06 | 2019 ]

*|HAUS, HOF, HUND. NUR GRÜNER WIRD'S NICHT.

Seit 15 Jahren leben Carmen und Bruce Ranney unterhalb der Barmenia-Türme mitten in der Südstadt. Und das gerne. Kein Wunder, haben sie damals doch ein Hinterhaus mit großem Grundstück gefunden und einen paradiesischen Garten angelegt.

[ 14 | 06 | 2019 ]

*|ÄSTHETIK VS. FUNKTIONALITÄT ODER: DAS GARAGENDESASTER

„Kommen Sie doch mal gucken!" Gesagt, getan. Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat sich in der Nähe des Skulpturenparks, in der Iltisstraße ein Bild davon gemacht, wie wenig Jugendstilarchitektur und Garagen zusammenpassen. Nun ja - sehr wenig. Also eigentlich gar nicht.

[ 07 | 06 | 2019 ]

*|NOTIEREN SIE DAS! - EIN FESTBERICHT ZWISCHEN BÜRGERN UND BURGERN

„Stadtteilschreiber? Was ist das?" - „Das ist, wenn es zum Stadtschreiber nicht gereicht hat. Dann streift man eben nur durch ein bestimmtes Quartier." „Soso, dann notieren Sie mal Folgendes ..." Auf genau solche Gespräche hatte Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli gehofft. Er sollte nicht enttäuscht werden.

[ 31 | 05 | 2019 ]

*|FEIER DEIN QUARTIER!

Seilbahn ja oder nein? Grillwurst ja oder vielleicht? Europa ja oder ja sicher? Wir müssen ja schon wieder so viele Entscheidungen treffen, meint Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli und empfiehlt als Entscheidungshilfe und Sonntagsprogramm unbedingt das Nachbarschaftsfest an und in der „börse".

[ 24 | 05 | 2019 ]

*|DURCHS OBJEKTIV BETRACHTET WIRD'S SUBJEKTIV ANDERS

Der Stadtteilservice in Wuppertal ist ohnehin meistens auf Achse. Warum also nicht mit Kameras ausgestattet das Quartier begehen? Am Hesselnberg geschieht derzeit genau das: Die Foto- und Filmwerkstatt von Michael Baudenbacher in Kooperation mit dem Wichernhaus verbindet Job mit Kreativität. Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat den Machern im wahrsten Sinne über die Schulter geschaut.

[ 17 | 05 | 2019 ]

*|ARBEITEN UND SPAZIEREN IM GRENZGEBIET

Die Künstlerin Eilike Schlenkhoff teilt sich ein großes Atelier in einem Fabrikgebäude an der Oberbergischen Straße. Auf der einen Seite malt sie ihre Bilder, auf der anderen Seite probt das Vollplaybacktheater; außerdem entstehen hier die oft skurrilen Bahnen für das sommerliche Supagolf. Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat Eilike Schlenkhoff im Atelier besucht.

[ 10 | 05 | 2019 ]

*|HÄTTE, KÖNNTE, MENSCHENWÜRDE

Es gibt wohl kaum was Drögeres als Gesetzestexte. Es sei denn, sie werden so geschickt in ein Musikprogramm eingeflochten wie der Menschenrechte-Chor das getan hat. Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat die kurzweilige Premiere besucht. Und sehr viele weitere Menschen auch.

[ 03 | 05 | 2019 ]

*|KEINE GATHE - WOHNEN IM KLEINEREN ÜBEL?!

Ganz in der Nähe der Blankstraße ist dem Stadtteilschreiber Mehdi Sh. begegnet (Der komplette Name ist der Redaktion bekannt). Der gebürtige Iraner ist von seinem Wohnviertel nicht sehr angetan. Unter einem Namenkürzel ist er auch bereit zu erzählen, was genau ihn stört. Jörg Degenkolb-Degerli hat ihn in seiner Wohnung interviewt.

[ 26 | 04 | 2019 ]

*|UNIVERSELLE SPRACHE, LIVE ON STAGE!

Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli wird sich am 12. Mai den ersten Global Music Club in der „börse" anschauen und -hören. Im Vorfeld hat er Koordinator Felix Dumnick gefragt, was ihn dann erwartet.

[ 23 | 04 | 2019 ]

*|DEMOKRATISIERT EUCH!

Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat am Forum Hesselnberg-Südstadt teilgenommen. Eine von mehreren Erkenntnissen: Das braucht jetzt mal Zuwachs hier!

[ 12 | 04 | 2019 ]

*|WOHNST DU NOCH ODER LEBST DU SCHON?

Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli hat eine Südstadtbewohnerin getroffen und interviewt. Sie hat ein gespaltenes Verhältnis zu ihrem Quartier.

[ 05 | 04 | 2019 ]

Foto: Jörg Degenkolb-Degerli

*|Wuppertal hat einen neuen Stadtteilschreiber

Von April bis November wird der Autor und Journalist Jörg Degenkolb-Degerli im „börsen"-Blog aus den Quartieren Hesselnberg-Südstadt berichten.

[ 30 | 03 | 2019 ]

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Zur Person

Jörg Degenkolb-Değerli – Autor, Moderator und Bühnenliterat. Mit eigenartigen Einzeilern und pointierter Poetry bewegt er sich meist im Spannungsfeld zwischen „schreiend komisch" und „bitterernst". Eben Texte für Zwerchfell, Herz, Hirn und das Quartier.

Nicole Bolz – Journalistin, Wuppertalerin. Immer neugierig, oft kritisch. Fragemonster und Buchstabendompteuse. Anzutreffen bergauf und bergab im schönsten Tal an der Wupper.

 

Zum Projekt

Da Themen auf der Straße liegen, sind Stadtteilschreiber und Stadtteilschreiberin genau da häufiger anzutreffen sein. Und: Sie dürfen nicht nur, sie sollen angesprochen werden!

Im Herbst 2018 startete das Projekt „DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt" in der börse. Uns geht es darum, die  Entwicklung in den Quartieren Hesselnberg und Südstadt durch aktive Beteiligung der Stadtteilbewohner:innen zu stärken und die Kommunikation, Vernetzung und Kooperation in den Quartieren zu intensivieren.

Das geht natürlich noch besser mit einer Stadtteilschreiberin  und einem Stadtteilschreiber.

Seit Frühling 2019 streift Jörg Degenkolb-Degerli als Stadtteilschreiber durch die Quartiere Hesselnberg und Südstadt auf der Suche nach Themen, die die Bewohnerinnen und Bewohner beschäftigen, ihnen Freude oder auch Sorge bereiten. Ihm zur Seite steht seit Herbst 2020 Nicole Bolz als Stadtteilschreiberin.

Auf dem Blog der börse Wuppertal berichten beide regelmäßig aus den Quartieren. Sie fangen Eindrücke und Stimmungen ein, Meinungen, Statements und Kommentare werden redaktionell aufbereitet.

Die Stadtteilschreiberei ist als Sprachrohr und als Plattform für die Menschen in den Quartieren Hesselnberg und Südstadt gedacht, um sich zu äußern und miteinander in einen Dialog zu treten. Jede:r kann und soll sich daran beteiligen!

 

 

Euch brennt ein Thema unter den Nägeln oder euch fällt was Berichtenswertes ein?
Dann schreibt eine E-Mail an stadtteilschreiber@dieboerse-wtal.de

Ihr würdet gerne selbst einen Text schreiben, traut es euch aber nicht so recht zu? Dafür gibt's jetzt drei Schreib-Workshops in der börse oder coronabedingt notfalls online: am 26.06.+03.07., 21.+28.08., 06.+13.11.21! Näheres dazu findet ihr hier. Anmelden könnt ihr euch ebenfalls per E-Mail an: stadtteilschreiber@dieboerse-wtal.de

 

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