*|Der Stadtteilschreiber beim CVJM

DAS C FÜR CHRISTLICH UND CORONA

Als nach dem ersten Shutdown im Frühjahr die Lockerungen lockten, habe ich den CVJM in der Wicküler City besucht und mich mit Kristin Mombächer unterhalten. Die Leiterin des Bereichs Offene Kinder- und Jugendarbeit erzählte von der besonderen Situation am Hesselnberg.

Geplant war das irgendwie alles anders. Aber (in Wuppertal) einfach was pachten und einziehen ist selten ohne Hürdenlauf möglich. Formulare, Anträge, Genehmigungen, Baumaßnahmen, Brandschutzkonzept ... da können ein Einzug und eine Eröffnung auch schon mal Monate später erfolgen als ursprünglich geplant. Zwischen Renovierung, Einzug und tatsächlichem Loslegen verging für den CVJM in der Wicküler City ein Jahr.

„Wir haben sehr viel in Eigenregie gemacht. Mit den Kindern haben wir auch die Räume gestaltet", berichtet Kristin Mombächer mit einem Blick zurück auf Ende 2018. „Erst Ende 2019 haben wir dann wirklich losgelegt." Die Offene Tür nicht nur für Kinder vom und am Hesselnberg war geboren; zur Idee gehört auch, dass die zukünftig wieder deutlich belebtere Wicküler City „Laufkundschaft" bringen würde - also Eltern, die hier auf den CVJM erst aufmerksam werden würden.

Dann aber eröffnete nicht nur nicht der neue Großsupermarkt Kaufland, noch ein ganz anderer Grund hielt die Menschen fern, denn „dann kam Corona!" Der Rest ist Geschichte, die andauert. „Am Hesselnberg haben wir erst mal gar nicht weitergemacht", erzählt Kristin Mombächer heute. So wollte man sich ein sich vielleicht wiederholendes On-Off-Durcheinander ersparen.

Zwar läuft der Regelbetrieb an der Adlerbrücke mit Einschränkungen weiter, aber Kristin Mombächer weiß, dass der CVJM mehr denn je ein Ort der Begegnung und des Miteinanders sein möchte. „Der CVJM 2020 bedeutet auch Integration. Wir arbeiten auch mit Geflüchteten, und allen Konfessionen steht unser Haus offen." Wenn nicht gerade wegen Pandemie geschlossen ist.

Und auch die verschobene Kaufland-Eröffnung, mit der wohl frühestens im Frühjahr 2021 zu rechnen ist, macht nicht gerade zuversichtlicher. Aber wer, wenn nicht ein (Christlicher) Verein junger Menschen, wäre nicht trotzdem aktiv und würde versuchen, aus der Situation das Beste zu machen. „Wir planen auf jeden Fall gerade, Licht in die Dunkelheit zu tragen", kündigt die Sozialarbeiterin an und meint damit die Teilnahme an der Aktion „Ein Licht für Dich".

Die DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt hat nämlich eine Advents-Aktion initiiert, in deren Rahmen Lichterboten ausschwärmen werden, um Freude zu bereiten ... Da die Stadtteilschreiberei von Kollegin Nicole Bolz und mir da natürlich nicht fehlen darf, werden wir in Kürze Näheres berichten.

 

 

 

Der Autor und Kristin Mombächer

DIe OT in der Wicküler City

 Die neue Kletterwand

Fotos: Jörg Degenkolb-Degerli

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Veröffentlicht am 20.11.2020

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