*|Nachbarschaftsfest für Hesselnberg-Südstadt am 26. Mai 2019

So war das erste Nachbarschaftsfest - so geht es weiter!

Europäisch denken - lokal feiern und handeln! Unter diesem Motto ging am Tag der Europawahl das erste Stadtteilfest der börse an den Start. Mit seinem bunten, von lokalen Gruppen, Initiativen und Vereinen geprägten Programm fand das Fest großen Anklang bei den Besucher*innen. "Bitte wiederholen", so lautete der Tenor. Wir sagen: Ja, gerne - wenn Ihr dabei seid und mitmacht!

Die Vielfalt Europas beginnt nebenan!
Nebenan, das hieß in diesem Fall: auf dem Nachbarschaftsfest, das die börse mit der DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt am Europawahlsonntag am 26.Mai veranstaltete.

Zum Glück blieb der befürchtete Regen aus. So konnten wir unsere Nachbarschaft wie geplant draußen und drinnen feiern. Die Veranstaltungslkonkurrenz am Europawahltag war erwartungsgemäß groß und spürbar. Doch viele, die kamen, blieben bis zum Schluss.

Das Publikum erfreute sich an musikalischen und künstlerischen  Beiträgen, informierte sich an Ständen lokaler und überregionaler Vereine und Initiativen, chillte und unterhielt sich in der Biergarten-Lounge, labte sich an den hauseigenen Veggie- und Con-Carne-Burgern und Getränken, vergnügte sich auf der Hüpfburg des Stadtsportbundes und am Spielmobil des CVJM und beteiligte sich am europapolitischen Meinungsaustausch.

Das Programm begann bereits bunt und laut: Kinder und Eltern der Grundschule Hesselnberg zogen mit wunderschönen sogenannten Gigantones durch den Hesselnberg bis zur börse. Die großen, von den Kindern unter Anleitung von Hazy Hartlieb und Lothar Abstohs gebauten, farbenfrohen Stielpuppen standen für kulturelle Vielfalt und universelle Werte wie Liebe, Freundschaft, Respekt und Frieden. (Anmerkung: Bei Bedarf verleihen wir die Puppen gerne! Bitte einfach  in der börse nachfragen.) Schwungvoll begleitet wurde der Umzug von der mitreißenden Belakongo-Brass-Band, die zur großen Freude des Publikums auf dem Fest noch einige weitere Sets spielte.

Lokal und vielfältig war auch das Bühnenprogramm: Joscha David M. unterstrich im Biergarten mit Singer-Songwriter-Songs die chillige Atmosphäre, währen auf der Bühne des Blauen Saals direkt vier Wuppertaler Chöre auftraten: Den Anfang machte Vocal im Tal mit Oldies but Goldies von Abba bis Coldplay. Das Vocal- und Volkstanzensemble Maritschka, das in der börse probt, brachte, in adrette Trachten gekleidet, mit lustigen bis sentimentalen ukrainischen Volksweisen osteuropäisches Flair auf die börsen-Bühne. Seit nunmehr fast 40 Jahren und damit zum Urgestein der börse gehört der börsenchor. Beim Nachbarschaftsfest sang der A-Capella-Chor aus seinem stil- und kulturübergreifenden Repertoire in harmonischer Vielstimmigkeit auf Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch. Im doppelten Sinne jung ist der Anfang des Jahres gegründete und ebenfalls in der börse probende Menschenrechte-Chor. Mit ausgewählten Arrangements zu Artikeln aus der Menschenrechtscharta von Axel Chr. Schullz, selbst komponierten Stücken und eigenen kritischen Texten berührte der Chor unter Leitung von Anna Luca Mohrhenn und Roman Babik am Klavier das Publikum.

Letzteres stimmte dann auch klangvoll mit ein beim anschließenden Sing-along for Human Rights von 'Ain't gonna let nobody' bis 'Imagine'. Den feierlichen Abschluss bildete die gemeinsam gesungene Europahymne, die dann geschmeidig zum Schauen der ersten Hochrechnungen zur Europawahl überleitete. Das europapolitische Interesse des Publikums zeigte sich im anschließenden Meinungsaustausch, der von Stadtteilschreiber Jörg Degenkolb-Degerli moderiert wurde. Zuvor hatten sich Besucher*innen an der Foto-Porträt-Aktion "Warum mir Europa wichtig ist" beteiligt - Frieden, Freiheit und die Stärke gemeinsamen Handelns waren die besonders häufig genannten Gründe.

Zu Besuch von nebenan war auch das Wuppertal Institut: In der Reihe "Wechsel/Wirkung" stellt es gerade Werke des "ersten Zukunftskünstlers" Eckehard Lowisch aus. Beim Nachbarschaftsfest ließ sich der Wuppertaler Bildhauer bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Der Arbeitsprozess wurde zusätzlich als Videoinstallation im Foyer der börse gezeigt, im Wechsel mit Ergebnissen der 'Fotowerkstatt' von 'Lebe Dein Quartier' und der Fotoinstallation  „Früher vs. Heute" mit alten und neuen Fotos aus Unterbarmen, zusammengestellt von Mitgliedern des Forums der DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt.

Erfreulich war auch die Mitwirkung verschiedener Initiativen und Vereine, die an Ständen über ihre Arbeit informierten. Neben überregionalen Vereinen wie dem Humanistischen Verband, attac und dem Freundeskreis Espace Masolo, der u.a. von belakongo unterstützt wird, fanden sich auch lokal ansässige und tätige  Gruppen: der Bürgerverein Elberfeld-Südstadt, der Stadtsportbund, der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, der Äthiopisch-Deutsche Verein Frauen und Kinder, der uns mit leckerem äthiopischen Kaffee und Backwaren versorgte, und die brandneue Initiative Aufbruch Hesselnberg. Letztere lädt übrigens herzlich zu einem Spaziergang durch das Quartier am 22.6. um 14 Uhr (Treffpunkt an der börse) ein an Orte, die besonderer Aufmerksamkeit und Veränderung bedürfen.

Die Initiative Aufbruch Hesselnberg ist ein erster Ableger der lokal arbeitenden DemokratieWerkstatt Hesselnberg-Südstadt, die seit Herbst 2018 in der börse ansässig ist. In dem monatlich stattfindenden Forum Hesselnberg-Südstadt können Quartiersbewohner*innen aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Quartier mitwirken. Im Forum entstand auch die Idee zum Nachbarschaftsfest. Auf dem Fest präsentierte sich die DemokratieWerkstatt mit dem 'Amt für Ideen', einer Sammelstelle für Ideen im und fürs Quartier. Hier trafen verschiedene Vorschläge ein, darunter "Urban Gardening",  "blühende Wolkenburg", "Froschteichpflege", "Klophauspark gestalten" und "Erzähl-Salon". Sie werden auf dem nächsten Forumstreffen am 26.6. um 17 Uhr in der börse sicher Thema sein. Außerdem werden dort die Ergebnisse der Workshops des Projekts "Lebe Dein Quartier"  vorgestellt.

Insgesamt ist das erste Stadtteilfest der börse als ein Erfolg zu verbuchen. So prangte am "Amt für Ideen" auch der Wunsch: "Nachbarschaftsfest wiederholen!".

Herzlichen Dank sei an dieser Stelle noch einmal allen Mitwirkenden ausgesprochen. Mit Euch zusammen gerne noch mal!   

 

 

 

 

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Veröffentlicht am 08.04.2019

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