*|Landpartie per Rad – Anders Leben mit Kultur

Anders leben! Der Stand der Dinge...

 

 

6 Radtouren mit Musik

 

Die börse erkundet in der zweiten Jahreshälfte, welche „gelebten Utopien" zur Zeit diskutiert und ausprobiert werden, hört nach, wie es denen geht, die sich auf den Weg gemacht haben, außerhalb der gängigen Gesellschaftsordnung zu leben und zu arbeiten. Dazu werden wir im Herbst eine Diskussionsreihe im Saale führen.

Zunächst schauen wir uns aber ein paar Beispiele in der Praxis an: Wie sieht es in der direkten Nachbarschaft aus?

Wir laden herzlich zu den Erkundungstouren ein und bringen auch immer etwas mit: nach Tour & Picknick kommt Musik!

Die Übersicht:

  • 18. August 2018 - Sebsternte Landwirtschaft - GartenLust am Rande der Stadt
  • 25. August 2018 - Biodynamische Landwirtschaft heute
  • 2. September 2018 - Anders Wohnen Wuppertal
  • 9. September 2018 - Urbane Gärten Wuppertals
  • 16. September 2018 - Solidarische Landwirtschaft in Mettmann
  • 22. September. 2018 - Strategien für biologische Vielfalt

 

Bitte nutzt den Vorverkauf bei wuppertal-live.de. Zur Not könnt Ihr aber auch noch bei den Touren selbst euren Unkostenbeitrag entrichten...

Die Touren werden in Kooperation geführt vom Der grüne Weg e.V.

 

Partie 1: GartenLust am Rande der Stadt

Konventionelle Landwirtschaft für unkonventionelle Kunden

Unsere erste Tour führt zu einen konventionellen Bauernhof, dessen Geschichte bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückreicht und der sich mit unkonventionellen Maßnahmen den Kunden öffnet. Hier werden Rinder für die Fleischproduktion aufgezogen, Hühner in mobilen Wohnwagen für die Eierproduktion gehalten. Das Futter kommt aus der eigenen Landwirtschaft und im Selbsternte-Garten können Kunden ihr eigenes Gemüse großziehen und ernten.
Ein Selbsternte- oder Krautgarten ist ein Garten für eine Saison. Auf einer vorbereiteten Ackerfläche werden von einem Landwirt verschiedene Gemüsesorten ausgesät und gepflanzt. Dann werden Parzellen angelegt und an Hobbygärtner - Einzelpersonen, Familien oder Hausgemeinschaften - verpachtet.

Hofmusik: Tom Taschenmesser
Volles Korn: Als Klassifikation trifft das auf die Produkte des Gut zur Linden und auf Texte / Musik von Tom Taschenmesser in gleicher Weise zu.
TOM TASCHENMESSER ist eine Mischung aus Kunst, Maloche und Widerwillen. Er ist einer, der einfangen kann, was passiert. Der Wuppertaler hat die Fähigkeit dem Zuhörer Momente ins Regal zu stellen. Nach einigen lauten lokalen Projekten kommt er gerade neu an. Und Ankommen ist häufig umwerfend. Seine Verse sind spitzfindig, clever und versinken irgendwie auch in sich selbst. Wenn Tom eine Bühne betritt, dann ist alles, was darauf folgt, für ihn und das Publikum ein kleiner Trip jenseits von Gut und Böse.

Wir freuen uns auf den spannenden ersten Tag der Hofpartien in 2018 und wünschen uns eine gelungene und trockene Radtour.

Samstag, den 18.08.2018

Familienfreundliche Tour incl. Rückfahrt 30 KM, ca. 300 Höhenmeter

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
Weiterer Einstieg: Bahnhof Loh, Rudolfstr. 125, 11.30 Uhr

Ziel: Gut zur Linden, Gruitener Str. 308, 42327 Wuppertal

Hofführung ca. 45 min.

 

Partie 2: Biodynamische Landwirtschaft heute

Im Tal der Biohöfe ist in den letzten 30 Jahren eine Logistik für biodynamische landwirtschaftliche Produkte entstanden, die es ermöglicht sehr viele Lebensmittel zu beziehen, auch solche, die in der Region Wuppertal aus klimatischen Gründen nicht angebaut werden.

Das Windrather Tal in Velbert-Neviges bzw. -Langenberg ist ein Schwerpunktgebiet des ökologischen Landbaus für die gesamte Region zwischen südlichem Ruhrgebiet und Bergischem Land und weit darüber hinaus. Die Dachverbände sind der Bioland-Verband bzw. der Demeter-Verband. Die von den Anbau-Verbänden definierten Standards übertreffen die Qualitätsanfordungen, wie sie z.B. beim EU Bio-Siegel gefordert werden.

Hier gedeiht eine große Pflanzenvielfalt, die auch für die frei/wild lebenden Tiere ökologische Nischen bereithält.

Hofmusik: Andreas & Niklas Landrock
Ursprünglich und lecker sind die Merkmale für die Produkte der Höfe im Windrather Tal, genau wie die Lieder, die Niklas und Andreas Landrock präsentieren.

Samstag, den 25.08.2018

Sportliche Tour incl. Rückfahrt 30 KM, ca. 500 Höhenmeter

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
Weiterer Einstieg: Bahnhof Loh, Rudolfstr. 125, 11.30 Uhr

Ziel: Hof zur Hellen, Windrather Str. 197, 42553 Velbert

Hofführung ca. 45 min.

Partie 3: Genossenschaften in Wuppertal

Alternative Wohnprojekte haben in Wuppertal eine lange Tradition. Wir wollen uns entlang der Nordbahntrasse verschiedene Projekte ansehen, die anders sind als die klassischen Mietwohnungen oder das Klein-Familien-Eigenheim.

Wohnen und die Ausgestaltung von Wohnraum ist stetig eine Frage, die neue Generationen neu gestalten müssen. In dieser Tour werden Projekte vorgestellt, die über die sog. bürgerliche Vorstellung von Wohnformen hinausweist. Kommunen, Wohngemeinschaften, Wohnhöfe und Wohnungsgenossenschaften werden auf dieser Tour angesprochen und exemplarisch vorgestellt.

Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben ist eine Frage, die wir nicht beantworten, aber wir wollen gelebte Alternativen für das Zusammenleben vorstellen.


Trassenmusik: Los Tres Caballeros

LOS TRES CABALLEROS Vier Herren, die sich in der Region seit Jahren einen Namen als besonders aktive Latinmusiker erworben haben. Auf dem Programm steht eine musikalische Reise, quer durch den lateinamerikanischen Garten. Zu hören gibt es Musik aus Cuba, der Karibik, Argentinien und Brasilien. Salsa, Son, Folklore und Tango

Jorge Oliva, Cuba (voc./perc.)
Burkhard Hessler (p./voc)
Andreas Landrock.(perc.)
Sergio Mansilla, Argentinien (voc./git.)

Sonntag, den 02.09.2018

Familienfreundliche Tour incl. Rückfahrt 18 KM, ca. 350 Höhenmeter

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
kein 2. Einstieg in die Tour !

Ziel: Bahnhof Loh – Fest „Wuppertaler bewegen die Stadt"

Partie 4: Urbane Gärten Wuppertals

Städte sind mehr als graue Betonwüsten. Immer häufiger fallen Begriffe wie »Urbanes Gärtnern«, »Grüne Stadt« oder »Essbare Stadt«. Dahinter stehen lokale Initiativen, gegründet, organisiert und getragen von engagierten Bürgern. Garten ist ein Stück Natur, in das Menschen ordnend, fördernd eingreifen, um einen Idealzustand für ihre Zwecke zu erreichen. Es geht dabei auch um Stadtwildnis, Biodiversität, Artenschutz und um Strategien gegen das Insektensterben.

Gartenmusik: Maria Basel & Christoph Söhngen
Maria Basel und Christof Söhngen interpretieren Jazzstandards auf eine besondere Art und Weise. Man hat den Eindruck, als würden sie eigene Songs spielen, die man irgendwann schon einmal gehört hat.

Die Sängerin und der Gitarrist haben in ihrer Kindheit und Jugend beide das klassische Klavier spielen gelernt. Sie haben sich jedoch für einen anderen Weg entschieden. Während sich Christof Söhngen sehr erfolgreich der Gitarre, vor allem der elektrischen Gitarre widmet, bleibt Maria Basel den 88 Tasten treu. Sie ist in mehreren Projekten Sängerin und Keyboarderin. Zuletzt spielte sie gemeinsam mit dem Opernchor der Wuppertaler Bühnen ihre Kompositionen im Rahmen des Projektes "Sound of the City".

Der Sound, den die beiden in ihrem Duo gestalten, lebt von all diesen verschiedenen Einflüssen und nicht zuletzt vom Charisma, das sie auf der Bühne ausstrahlen. Das Repertoire des Duos reicht von Eigeninterpretationen traditioneller Jazzstücke über die zeitlosen Melodien der Beatles, den rasanten Jazzines der Größen Charlie Parker, Ella Fitzgerald, Bill Evans und Miles Davis bis hin zu getragenen Klängen des Pop und des Souls. In ihrem aktuellen Programm fließen nun auch Einflüsse russischer Lieder aus Marias Kindheit ein. Maria Basel und Christoph Söhngen haben sich durch ihre Konzertaktivitäten einen hervorragenden Ruf als virtuos-romantisch-groovig gefühlvolles Jazzduo erspielt, das weit über die Stadtgrenzen von Wuppertal einen exzellenten Ruf genießt!

Sonntag, den 09.09.2018

Sportliche Tour incl. Rückfahrt 25 KM, ca. 300 Höhenmeter

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
Weiterer Einstieg: Bahnhof Loh, Rudolfstr. 125, 11.30 Uhr

Ziel: Permakulturhof Vorm Eichholz

Partie 5: Obst-, Gemüse- und Wildkräutergarten

Solidarische Landwirtschaft in Mettmann

Neben den Beerenobstfläche befindet sich eine alte Apfelstreuobstwiese mit drei alten Sorten: Ontario, der rote und grüne Boskoop. Viele gängige Gemüsesorten werden angebaut, aber auch seltene Sorten und Jungpflanzen werden kultiviert. Im Kräutergarten werden Schnittkräuter angebaut und mit Wildkräutern experimentiert.

Hofführung:
SoLaWi in Mettmann Benninghofer Weg 78, 40822
Mettmann

Was ist eigentlich Solidarische Landwirtschaft?
In der Solidarischen Landwirtschaft geht es darum, dass ein Hof mit seinen Mitgliedern eine Gemeinschaft bildet. Der Hof baut Gemüse nicht für den anonymen Markt an, auf dem er dann in Konkurrenz zu anderen Betrieben seine Waren absetzen muß, sondern er erzeugt Lebensmittel gezielt für die Menschen in der Gruppe, die im Gegenzug die Arbeit und den Anbau finanzieren. Die Landwirt*innen und die übrigen Mitglieder der Gruppe bilden also eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die vertragliche Bindung läuft jeweils für ein Jahr, sprich: eine landwirtschaftliche Saison lang. Die Produkte des Hofes werden unter den Menschen aufgeteilt, die Bewirtschaftungskosten werden gemeinsam von allen getragen. Hierdurch wird dem*der Landwirt*in ermöglicht, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedürfnisorientiert zu wirtschaften.
Das Modell stammt ursprünglich aus Japan, ist aber auch in den USA und im europäischen Raum insbesondere in Frankreich verbreitet. In Deutschland gibt es derzeit etwa 100 Solawi-Höfe und weitere 100 Initiativen in Gründung.

Gartenmusik: Nelly Köster + Radek Fedyk

"Zuhause bei Nelly Köster standen sie alle im Plattenregal der Mutter, die Vinylscheiben von Ella Fitzgerald oder Glenn Miller. Der Jazz-Virus dringt ein. Irgendwann macht die studierte Theaterpädagogin einen Lindy Hop-Tanzkurs und die Begeisterung darüber, dass Leute zum Jazz tanzen, wächst. Während ihres Studiums in Arnheim trifft sie den gebürtigen Polen Radek Fedyk, der dort Gitarre und Trompete studiert. Auf einer Party trifft man sich wieder. Radek wohnt inzwischen im Ruhrgebiet, Nelly auch wieder. Auf Lindy Hop-Tanzpartys spielt man gemeinsam, der Community gefällt´s."

Sonntag, den 16.09.2018

Sportliche Tour 45 Km incl. Rückfahrt, ca. 800 Höhenmeter

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
Weiterer Einstieg: Bahnhof Loh, Rudolfstr. 125, 11.30 Uhr

Partie 6: Ökologischer Landbau – Strategien für eine biologische Vielfalt?

Am internationalen autofreien Tag wollen wir eine kleine Erlebnistour ins Bergische unternehmen. Wir besuchen einen Lichtturm, kommen an einem Landwirtschafs-Automaten vorbei, steigen ab ins tiefe Tal der Wupper. Wir fahren unter der Müngstener Brücke mit einer Fähre über die Wupper und folgen dem Lauf der Wupper an Burg vorbei bis zum Balkhauser Kotten (Führung ca. 1 Std.). Danach steigen wir steil auf und unsere Tour endet am Gut Höhenscheid.

Die Roten Listen als Sterberegister bedrohter Tier- und Pflanzenarten machen die Landwirtschaft als Hauptverursacher für den Artenrückgang in der Kulturlandschaft aus: Synthetische Stickstoffdünger, Pestizideinsatz, Flurbereinigungen und Drainagen sind Belastungen von Boden, Wasser und Luft, sie führen zu einem Zerfall der historisch gewachsenen Kulturlandschaften und einem drastischen Rückgang der biologischen Vielfalt.

In Solingen wollen wir uns über den Naturschutz durch ökologischen Landbau im Rahmen einer Hofführung informieren.


Hofmusik: Karla Patricia Domínguez Castillo & Djamel Laroussi.

Die nicaraguanische Blockflötistin Karla Patricia Domínguez Castillo spielt selbst arrangierte traditionelle Stücke aus Nicaragua und erweitert ihr Repertoire mit bekannten Stücken Lateinamerikas und eigenen Kompositionen. So entsteht eine unglaublich lebhafte und mitreißende Musik, die das Herz erreicht und in die Beine geht.

Samstag, den 22.09.2018

Abfahrt: die börse, Wolkenburg 100, 11.00 Uhr
Weiterer Einstieg: Bahnhof Loh, Rudolfstr. 125, 11.30 Uhr


Sportliche Tour 30 km bis Hohenscheid, von dort 5 km bis S 7

Rückfahrt bis Wuppertal HbF ca. 800 Höhenmeter,

Alternativ Rückfahrt über Korkenziehertrasse bis Loher Bahnhof +25 km ca. 100 HM

Uns interessiert Ihre Meinung:

Veröffentlicht am 06.07.2018

powered by webEdition CMS