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ARCHIV || 29·09·2021 | 19:30 h | Roter Salon

30 Years and Counting: Global Warming - Quo vadis, homo sapiens?

Der Greenpeace Report Global Warming kam 1990 in die Buchläden – nachdem im gleichen Jahr der First Assessment Report des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) veröffentlicht wurde. Die Kernaussagen dieses Reports betrafen Treibhausgase und Aerosole; Interpre tation und Bewertung von Klima-Modellen; Meeresspiegelanstieg; Bedeutung für Ökosysteme; erneuerbare Energien; Bedeutung tropischer Wälder; Situation in Entwicklungsländern; Einfluss der globalen Landwirtschaft – neben vielen anderen Dingen. Kommt das bekannt vor? Sicher! Es ist die gleiche alte Leier. Nur: Die Themen von vor 30 Jahren sind heute aktueller denn je. Die “best estimate” Sze narien des IPCC aus 1990 haben Vorhersagen getroffen, die recht nahe den Tatsa chen von heute entsprechen. Global gesehen schmelzen Gletscher, die Perma frost-Regionen und die Eiskappen der Nord- und Südpolregionen sogar schneller als seinerzeit erwartet. Dazu gibt es eine Reihe belastbarer Daten, die von ebenso belastbaren Quellen stammen – frei zugänglich für jede:n von uns. Der Klimawan del findet statt und zeigt uns das mit aller Deutlichkeit.

Also, quo vadis, homo sapiens? Oder besser: Quid facere vis? Die gleiche alte Leier? Oder sollten wir uns nicht besser schleunigst aus unserer Komfortzone herausbewegen und etwas anderes versuchen? Oh sicher: Es wird teuer werden. Es wird unangenehm werden. Es wird Maßnahmen bedürfen, die – groß sind: Vastly, hugely, mind-bogglingly big . Und all diese Maßnahmen werden den Kli mawandel in den nächsten Dekaden keinesfalls stoppen – er wird rasant weiter gehen – aber wir können die Veränderungen möglicherweise dämpfen. Vor allem aber müssen wir uns mit diesem Wandel arrangieren, als Spezies. Jeden Tag, den wir damit verschwenden, das Gleiche wie bisher zu tun, wird es unangenehmer werden lassen. Es ist unsere Wahl. Wie man so sagt: Just do it.

Thorsten Benter ist seit 2001 Lehrstuhlinhaber des Faches Physikalische und The oretische Chemie an der Bergischen Universität Wuppertal. Er beschäftigt sich seit über 35 Jahren privat und wissenschaftlich auf der molekularen Ebene mit Ozon löchern und Treibhausgasen, Ozonalarmen und den immer weniger werdenden Spaziergängen im Schnee. 

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der Corona-Maßnahmen bitten wir um vorherige Anmeldung unter: vortrag@attac-wtal.de

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