ARCHIV || 02·09·2025 | 19:30 h | Konferenzraum
"Werde ich zwangsläufig zu einem Antisemiten, wenn ich die politische Agenda des Staates Israel nicht teile?"
Debatte, präsentiert von attac Wuppertal
Anlass für den Abend ist ein Interview mit dem Historiker Omer Bartov in der Zeit vom 27.06.2025.
In der Historie des christlichen Abendlandes war der Antijudaismus tief verwurzelt. In den geistesgeschichtlichen Auseinandersetzungen des 19. Jhdts. in Europa wandelte sich verbunden mit dem Rassismus der Antijudaismus in einen Antisemitismus. Mit dem beginnenden 20. Jhdt. wurde der Antisemitismus/Rassismus gesellschaftsfähig und fand in Deutschland seine politische Ausformung im Nationalsozialismus. Während der Herrschaft des Nationalismus haben wir als deutsche Nation Schuld auf uns geladen durch die fabrikmäßige Ermordung aller, die als andersartig (Juden, Menschen mit Behinderung, Sinti und Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen...) definiert wurden.
Im kollektiven Bewusstsein des Judentums scheint der Holocaust so tiefe Spuren hinterlassen zu haben, dass das Judentum in seiner jetzigen politischen Ausformung als Staat Israel das Maß der Mitte verloren zu haben scheint. Da die Debatte über Antisemitismus in Deutschland sehr leidenschaftlich geführt wird, wollen wir uns an diesem Abend auf eine Spurensuche begeben, wie wir mit unterschiedlichen Definitionen von Antisemitismus umgehen können.
Ein Abend mit Andreas Schmidt und Dieter Boden
Um den Abend planen zu können, bitten wir um Anmeldung unter das.gespraech@attac-wtal.de. Der Artikel aus der Zeit kann per E-Mail als pdf-Datei angefordert werden.
[Tue, 02 Sep 25 13:02:58 +0200]
- Veranstaltungsort || Konferenzraum | die börse, Wolkenburg 100, 42119 Wuppertal

