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KIKK

KIKK 4th Edition - Wie KI die Musikwelt verändert – Diskussionsabend mit Live-Musik

Die 4th Edition der Reihe des KIKK startet mit folgendem Thema:  Wie KI die Musikwelt verändert – Diskussionsabend mit Live-Musik. Autorin: Lynn Dilling

KI in der Musik ist ein emotionsgeladenes Thema. Zukünfte, Berufsperspektiven und Lebensunterhalt hängen von der Entwicklung der KI selbst und deren Nutzung ab. Die einen sehen in Musik ein Stück Menschlichkeit, die anderen stört es nicht, wenn diese in der Entstehung fehlt.
Zuerst wird im Roten Salon der börse Wuppertal noch getuschelt, aber als die ersten Töne durch die Luft vibrieren, verstummen alle. Ein Jingle dröhnt aus den Boxen, welcher uns zu der Veranstaltung willkommen heißt. Begleitet wird die Aufnahme von drei Musiker:innen auf der Bühne, die mit ihren Instrumenten live den Track ergänzen.


Als das Lied verstummt, ergreift der Moderator Thomas Koch das Mikrofon und klärt das Publikum auf, dass es sich bei dem Begrüßungstrack um einen von KI generierten Song handelte. Der Text sei selbst geschrieben, der Rest aber komplett von KI erstellt worden. Dieser Track leitet perfekt das Thema des Abends ein, denn es geht vor allem darum, was KI allen kann, darf, und soll. Die geladenen Musiker des Abends, Stephan und Keith (aka Roughhouse), leiten das Publikum durch ihren Schaffensprozess und wie sie KI in ihn eingliedern.

Keith hat zum Beispiel seinen neuesten Songtext gemeinsam mit ChatGPT geschrieben und nutzt Suno als Inspirationsquelle und Datenbank. Um weiter mit seiner Musik zu experimentieren, erstellte der Künstler mit Hilfe einer KI einen Klon seiner Stimme, mit dem er z.B. ausprobieren kann, wie hoch oder tief er bei einem Lied singen müsste oder ob seine Stimmfarbe zu dem Instrumental passt, aber er betont, dass diese nur als Inspiration dient und nicht im fertigen Produkt landet.
Stephan widerum, welcher von einem Albumprojekt mit den Silverettes erzählt, benutzte ChatGPT zur Recherche und später ein anderes Programm, um einen bestehenden Song in seine einzelnen Tonspuren aufzuteilen.


Mit dem Publikum zusammen wird als nächstes ein Song erstellt, live auf der Bühne und nur durch ein paar Klicks. Ein jazziges Liebeslied soll es werden und nachdem drei Begriffe gefunden wurden, die möglichst wenig mit beidem davon zutun haben (“ziegel”, “Schlossgespenst” und “Hochgebirge”), entsteht nach wenigen Klicks ein Lied, das ein Schlossgespenst mit Liebeskummer besingt, mit Trompeten und Cello im Hintergrund. Egal ob Jazz, Death-Metal oder mit Keiths Stimme, mit KI lässt sich der Song in das Verwandeln, was man sich vorstellt.
Doch nicht nur die hilfreichen Seiten der KI finden Beachtung, auch die kontroversen Aspekte werden besprochen. Dass Suno z.B. gerade von mehreren Seiten aus verklagt wird und die Frage danach, inwiefern die Sache mit dem Copyright geklärt ist, wird ebenfalls zum
Thema. 


Im Anschluss folgen ein paar Fragen an Stefan und Keith, wie sie in Anbetracht der Zukunft und ihren Jobs über Ki denken. Stefan erzählt, dass er heute schon spürt, dass er bestimmte Jobs nicht mehr bekommt, zum Beispiel Jingles, da diese Arbeit nun oft von KIs übernommen wird. Es fallen für ihn Jobs weg Keith bleibt trotz gewisser Sorgen grundsätzlich positiv: KI ermöglicht mehr Menschen den
Zugang zu Musik und unterstützt ihn sogar live auf der Bühne, ohne dass er deren Einsatz versteckt. Er ist der Meinung, dass KI nicht mehr aufzuhalten sei, aber gerade dadurch das Bedürfnis nach echten, organischen Live-Shows wachsen werde. Steffan auf der anderen Seite hält es für möglich, dass KI-Musik, ähnlich wie früher DJs die Live-Bands,“menschengemachte” Musik verdrängen könnte.

In der 4. Edition des KIKK beschäftigen wir uns mit KI in der Musik.

 

Eintritt frei.

Am 11.04.25 in der börse. Einlass 19:30 Uhr. Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr

 

Bei Fragen erreicht ihr uns unter folgender Mailadresse: kikk@dieboerse-wtal.de

 

Artwork Bildrechte @Zara Gayk

Veröffentlicht am 11.04.2025

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