RAM‑Preise 2026:
Warum der Speicher plötzlich günstiger wird – und was das für uns bedeutet
Wer Anfang 2026 Arbeitsspeicher kaufen wollte, bekam schnell das Gefühl, im Luxussegment unterwegs zu sein.
Laut Marktanalysen stiegen die DRAM‑Preise im ersten Quartal um 90–95%! Ein Niveau, das man sonst eher von Immobilien kennt. Selbst DDR4, eigentlich ein Auslaufmodell, wurde teurer gehandelt als moderne HBM‑Chips. Ein absurdes Bild, das zeigt, wie stark der Markt aus dem Gleichgewicht geraten war.
Der Grund: KI frisst Speicher – und zwar viel
Die Ursache war weniger spektakulär als manche vermuteten: Die KI‑Industrie hat schlicht den Großteil der globalen Speicherproduktion aufgesaugt. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagerten ihre Kapazitäten auf hochprofitablen KI‑Speicher. Für normale PC‑Nutzer blieb wenig übrig.
OpenAI und der große Rückzieher
Besonders viel Aufmerksamkeit bekam OpenAI, das laut Berichten bis zu 40 % der weltweiten RAM‑Produktion reserviert haben soll, allerdings nur per Absichtserklärung. Die Hersteller bauten ihre Produktionslinien um, doch OpenAI scheint nun Teile dieser Pläne zurückzufahren.
Das Ergebnis: Die Preise beginnen zu fallen. Nicht dramatisch, aber spürbar.
Google mischt mit: Weniger Speicherhunger dank TurboQuant
Parallel dazu sorgt Google mit einer neuen Optimierung namens TurboQuant für Bewegung. Laut Dokument kann sie den Speicherbedarf für gängige KI‑Modelle um den Faktor sechs reduzieren. Wenn KI plötzlich weniger RAM braucht, entspannt das den Markt schneller, als manche Hersteller lieb haben.
Wie geht es weiter?
Deswegen sinken die Preise aktuell. Aber von einer Rückkehr zum 2024-Niveau kann keine Rede sein. Analysten erwarten eine echte Normalisierung frühestens 2028. Bis dahin gilt:
- DDR5 wird langsam wieder bezahlbar
- DDR4 bleibt ein merkwürdiger Sonderfall
- Wer upgraden will, sollte nicht überstürzt kaufen
Fazit
Die Speicherkrise 2025/2026 zeigt, wie empfindlich der Markt reagiert, wenn die KI‑Industrie einmal kräftig Luft holt. Die gute Nachricht: Die Preise bewegen sich wieder nach unten. Die schlechte: Sie fallen ungefähr so schnell wie der Berliner Flughafen gebaut wird.
Aber immerhin – der Trend zeigt in die richtige Richtung.
Bild: Liam Briese via unsplash


